Häufig gestellte Fragen

Ist die Rosen-Methode eine Massage?

Auch wenn die Rosen-Methode mit Berührung zu tun hat, ist sie keine Massage. Praktizierende begegnen mit ”offenen und neugierigen” Händen bestimmten Stellen am Körper. Dort verweilen sie mit sanftem Druck, bis der Körper antwortet. Die Atmung beispielsweise wird freier und fängt an, im Körper mehr Raum einzunehmen. Sie unterstützen diesen Prozess, indem sie den Klienten nach seinen Empfindungen fragen. Es können auf diese Weise tief verborgene Gefühle ans Licht kommen.


Warum wirkt die Rosen-Methode nachhaltig?

Zur Berührung allgemein:

Die ersten Berührungen, die ein Mensch erfährt, sind nicht nur nährend, sondern überlebenswichtig. Bei Forschungen hat man herausgefunden, dass achtsame Berührungen das Hormon Oxytocin ausschütten und dass dies bei der Rosen-Methode Behandlung besonders hoch ist. (Die schwedische Wissenschaftlerin Dr. Kerstin Uvnäs-Moberg.)

Zur Berührung mit der Rosen-Methode:

Im Embryo entwickelt sich zuallererst das Nervensystem zusammen mit dem Organ Haut. So besteht ein enger Zusammenhang zwischen Haut und Nerven. Alles, was wir seit unserer Geburt erlebt haben, ist im Körper gespeichert. Die daraus entstandenen Spannungen und Schutzhaltungen fordern uns im Alltag viel Energie ab und verhindern, dass wir unser volles Lebenspotenzial ausschöpfen.

Der Praktizierende erreicht in einem achtsamen Kontakt über die Haut das Nervensystem des Klienten und bahnt damit den Weg zu den weniger zugänglichen Informationen der Seele. Wenn der Klient seine inneren Barrieren spürt und loslassen kann, ist der Zugang zu eigenen Ressourcen wieder frei.


Wie verläuft eine Behandlung?

Eine Sitzung dauert circa 50 Minuten. Man liegt in der ersten Hälfte auf dem Bauch und in der zweiten Hälfte auf dem Rücken. Die unbehandelten Körperteile sind bedeckt. In bestimmten Fällen wie Schwangerschaft, Übergewicht und bei starken Rückenschmerzen können die Klienten auf der Seite liegen oder sitzen.


Was passiert nach der Behandlung?

Es kann sein, dass nach der Behandlung zusätzliche Gefühle hochkommen. Deswegen wäre es ideal, wenn man gleich nach einer Sitzung ein bisschen Zeit für sich hätte. Da sich die Verspannungen allmählich auflösen und der Körper sich neu ordnet, kann ein ähnliches Empfinden wie bei einem Muskelkater auftreten.


Wie oft soll ich zur Behandlung kommen?

Man kann sich auf einen intensiven Prozess einlassen (einmal pro Woche). Auch ein Termin alle paar Wochen kann nachhaltig wirken. Wichtig ist, dass die Motivation von der behandelten Person selbst kommt.


Ich bin gerade in einer psychotherapeutischen Behandlung. Kann ich trotzdem kommen?

Ja. Die Rosen-Methode vermag vieles über den Körper bewusst zu machen und damit die Psychotherapie zu ergänzen und zu vertiefen.


Ist die Rosen-Methode von der Krankenkasse anerkannt?

Es bestehen zur Zeit Bestrebungen von dem schweizerischen Berufsverband, die Rosen-Methode als anerkannte Methode in die Alternativ-Medizin aufzunehmen. Bis das soweit ist, müssen die Kosten vom Klient selbst übernommen werde.


Marion Rosen: "Bei dieser Arbeit geht es darum, sich wiederzufinden – die Wandlung zu vollziehen von der Person, die wir meinen zu sein, zu der Person, die wir wirklich sind."